Gerade hat mir dankenswerter Weise Ute Hachmann aus Brilon eine Studie zugesandt, in der die Wirkungen der Leseclubs in den Ferien untersucht worden sind:
Public library Summer Reading Programs close the Reading Gap von der Dominican University
Sie finden die Studie unter: http://www.dom.edu/academics/gslis/downloads/DOM_IMLS_book_2010_FINAL_web.pdf
Allein die Zusammenfassung liest sich für Ferien-/Sommer-LeseClub-Begeisterte wie ein Sahnetörtchen (Auszüge, frei übersetzt):
Erste Ergebnisse der Studie:
- Teilnehmer (TN) der Leseclubs (LC) haben bei den Lesetests im nächsten Schuljahr besser abgeschnitten und mehr Punkte erreicht, als Nicht-LC-TN.
- TN der LC erreichten bessere Lesefähigkeiten, als Nicht-TN.
- Familien der TN hatten mehr Bücher zu Hause, als die der Nicht-TN.
- TN gaben an, gerne zu lesen, gerne in die Bücherei zu gehen und ihre Lektüre selbst auszusuchen.
- Eltern teilnehmender Kinder gaben an, ihre Kinder wären nach den Ferien besser vorbereitet, hätten viel mehr Bücher gelesen und wären im Lesen wesentlich selbstbewusster.
- Eltern von TN wollen ihre Kinder gerne wieder anmelden, mit den Kindern öfter die Bücherei besuchen und mehr Bücher gemeinsam mit ihren Kindern lesen.
- Lehrer von TN gaben an, dass die Kinder lernwilliger in die Schule zurückkehren, dass die Kinder ihre Leseerfolge und –fähigkeiten verbessert haben, dass die Kinder in der aktiven Teilnahme am Unterricht selbstbewusster sind, mehr in ihrer Freizeit lesen und Lesen insgesamt als wichtig einstufen.
- Schulbibliothekare haben außerdem beobachtet, dass die Kinder mehr Spaß am Lesen haben, besser zum Lesen motiviert sind und mehr Vertrauen in ihre Lesefähigkeiten haben.
- Bibliothekare öffentlicher Bibliotheken haben außerdem noch wahrgenommen, dass die Kinder enthusiastischer sind, wenn es um das „Selbst-Aussuchen“ der Lektüre geht und die Leseflüssigkeit und das Textverstehen besser geworden sind.
Mittwoch, 5. Januar 2011
Dienstag, 7. Dezember 2010
PISA 2009 zeigt: Deutsche Schüler lesen jetzt besser
Am 7.12.2010 wurden die neuen Ergebnisse aus der aktuellen PISA-Studie 2009 veröffentlicht: Die Lesekompetenz der Schüler/innen hat sich signifikant verbessert. 2000 haben noch 22,6 % der Schüler/innen so schlecht gelesen, dass eine erfolgreiche Berufsausbildung gefährdet war. 2009 hat sich dieser Wert auf nur noch 18,5 % verbessert. Aber auch diese 18,5 % Schüler/innen sind noch zu viele, die ausgeschlossen sind von einem qualifizierten Berufsleben.
An Haupt- und Realschulen werden im Unterricht immer noch zu wenig Bücher gelesen, um Lesefreude zu vermitteln. 5,8 % der Hauptschul- und 11,3 % der Realschullehrer gaben an, 3 oder mehr Bücher im Unterricht zu lesen. An Gesamtschulen waren es 18,7 % und an Gymnasien 37,8 % der Lehrer.
Und Lesefreude ist die Voraussetzung für gute Lesefähigkeit.
Wer sich genauer informieren möchte, findet hier die Ergebnisse:
Zusammenfassung der Ergebnisse: http://www.dipf.de/de/pdf-dokumente/aktuelles/presseinformationen/PISA_2009_Zusammenfassung.pdf
Die PISA-Studie: http://pisa.dipf.de/de/de/pisa-2009/ergebnisberichte/PISA_2009_Bilanz_nach_einem_Jahrzehnt.pdf
Presseinformation: http://www.dipf.de/de/dipf-aktuell/presseinformationen/pisa-2009-leistungsniveau-und-chancengleichheit-erhoeht
An Haupt- und Realschulen werden im Unterricht immer noch zu wenig Bücher gelesen, um Lesefreude zu vermitteln. 5,8 % der Hauptschul- und 11,3 % der Realschullehrer gaben an, 3 oder mehr Bücher im Unterricht zu lesen. An Gesamtschulen waren es 18,7 % und an Gymnasien 37,8 % der Lehrer.
Und Lesefreude ist die Voraussetzung für gute Lesefähigkeit.
Wer sich genauer informieren möchte, findet hier die Ergebnisse:
Zusammenfassung der Ergebnisse: http://www.dipf.de/de/pdf-dokumente/aktuelles/presseinformationen/PISA_2009_Zusammenfassung.pdf
Die PISA-Studie: http://pisa.dipf.de/de/de/pisa-2009/ergebnisberichte/PISA_2009_Bilanz_nach_einem_Jahrzehnt.pdf
Presseinformation: http://www.dipf.de/de/dipf-aktuell/presseinformationen/pisa-2009-leistungsniveau-und-chancengleichheit-erhoeht
Donnerstag, 18. November 2010
Kooperationsvertrag "Schule und Bibliothek" in Lauenburg
Die Stadt- und Schulbücherei Lauenburg hat nach langen Jahren der guten Zusammenarbeit mit "ihrer" Weingarten-Schule die Zusammenarbeit nun auch verbindlich durch einen schriftlichen Kooperationsvertrag geregelt. Verschiedene Angebote der Bücherei werden in dem Vertrag festgehalten: u.a. Leseförderung z.B. durch ANTOLIN, Klassenführungen mit allen 1. und 2. Klassen, Bücherkisten für die Klassen und Bücherbesuche während der Pausen. Die Schule schickt ihre Lehrer und Betreuuer der offenen Ganztagschule in die Bücherei und stellt damit die Nutzung dieses Angebotes sicher. Autorenlesungen und der Aufbau eines Kompetenzzentrums zur Begabtenförderung runden die Kooperation ab.
Kinder- und Jugendliteratur nach 2000 - Themenheft "Praxis Deutsch"
Einen guten Einstieg in die Kinder- und Jugendliteratur nach 2000 bietet das Novemberheft der Zeitschrift "Praxis Deutsch". Neben einem Überblick über aktuelle Entwicklungen und einer Historie des Deutschen Kinder- und Jugendbuchpreises werden viele frische Kinder- und Jugendbücher vorgestellt. Kombiniert mit Interpretationsansätzen und ersten Unterrichtsvorschlägen ist dies eine gelungene Anregung, frische und neue Bücher in den Unterricht aufzunehmen. Für Bibliotheken sind diese Titel durchaus Klassensatz-verdächtig und sollten in den Beständen vorhanden sein.
"Praxis Deutsch" November 2010, 37. Jg
"Praxis Deutsch" November 2010, 37. Jg
Freitag, 17. September 2010
Dänemark: Ministeriumsempfehlungen zur Kooperation von Bibliotheken und Schulen
Das Ministerium für Kultur hat in Dänemark 2008 einen Bericht zur Nutzung der Bibliotheken durch Kinder und Jugendliche erstellt und klare Empfehlungen für die Bibliotheken ausgesprochen.
Tenor des Berichtes ist die nachlassende Nutzung der Bibliotheken durch die Kinder und Jugendlichen: 1998 haben noch 51 % aller Kinder die Bibliotheken genutzt, 2004 nur noch 39 %. Diese alarmierenden Zahlen sind auf die veränderten Freizeitgewohnheiten der Kinder und Jugendlichen zurückzuführen: Neue Medien und die Schaffung neuer Freizeit-Areale nehmen Einfluss auf die Jugendkultur. Das ist der Kontext, in dem die Bibliotheken heute funktionieren müssen.
Das Komitee fasst 10 „Gebote“ zusammen:
1. Neue Kompetenzen fördern neue Aktivitäten in der Bibliothek
2. Der Bibliotheksraum muss Überraschung und Inspiration bieten
3. Bibliotheken entwickeln ihre Netzwerkqualitäten (virtuell und reell)
4. Kinder spielen – in der Bibliothek
5. Bibliotheken vermitteln Leseerfahrungen und Lesefähigkeiten
6. Bibliotheken und Schulbibliotheken sollen neue Wege der Zusammenarbeit entwickeln
7. Bibliotheken entwickeln ein Gefühl von Gemeinschaft – auch für Außenstehende
8. Bibliotheken unterstützen Lernen und kulturelle Entwicklung
9. Bibliotheken müssen den Kindern die Hand reichen, dort wo die Kinder sind
10. Bibliotheksmanagement soll auf Kinder fokussiert sein
Das Dokument zum Nachlesen:
Das Gutachten des Ministry of Culture im Abstract (sehr zu empfehlen!): http://www.bibliotekogmedier.dk/fileadmin/user_upload/dokumenter/bibliotek/indsatsomraader/boern/Bibliotekstilbud_til_boern/Report_on_future_library_services_to_children_2008_abstract.pdf
Tenor des Berichtes ist die nachlassende Nutzung der Bibliotheken durch die Kinder und Jugendlichen: 1998 haben noch 51 % aller Kinder die Bibliotheken genutzt, 2004 nur noch 39 %. Diese alarmierenden Zahlen sind auf die veränderten Freizeitgewohnheiten der Kinder und Jugendlichen zurückzuführen: Neue Medien und die Schaffung neuer Freizeit-Areale nehmen Einfluss auf die Jugendkultur. Das ist der Kontext, in dem die Bibliotheken heute funktionieren müssen.
Das Komitee fasst 10 „Gebote“ zusammen:
1. Neue Kompetenzen fördern neue Aktivitäten in der Bibliothek
2. Der Bibliotheksraum muss Überraschung und Inspiration bieten
3. Bibliotheken entwickeln ihre Netzwerkqualitäten (virtuell und reell)
4. Kinder spielen – in der Bibliothek
5. Bibliotheken vermitteln Leseerfahrungen und Lesefähigkeiten
6. Bibliotheken und Schulbibliotheken sollen neue Wege der Zusammenarbeit entwickeln
7. Bibliotheken entwickeln ein Gefühl von Gemeinschaft – auch für Außenstehende
8. Bibliotheken unterstützen Lernen und kulturelle Entwicklung
9. Bibliotheken müssen den Kindern die Hand reichen, dort wo die Kinder sind
10. Bibliotheksmanagement soll auf Kinder fokussiert sein
Das Dokument zum Nachlesen:
Das Gutachten des Ministry of Culture im Abstract (sehr zu empfehlen!): http://www.bibliotekogmedier.dk/fileadmin/user_upload/dokumenter/bibliotek/indsatsomraader/boern/Bibliotekstilbud_til_boern/Report_on_future_library_services_to_children_2008_abstract.pdf
Dienstag, 17. August 2010
"Kooperation zwischen Öffentlicher und schulischer Bibliothek" auf der IFLA 2010 in Goteburg
Auf der IFLA 2010 in Goteburg wurden viele Vorträge auch dem Thema "Kooperation zwischen öffentlicher und schulischer Bibliothek" gewidmet.
Einige Interessante Vorträge finden sich hier:
http://www.ifla.org/files/hq/papers/ifla76/108-boelt-en.pdf
http://www.ifla.org/files/hq/papers/ifla76/108-finley-en.pdf
Einige Interessante Vorträge finden sich hier:
http://www.ifla.org/files/hq/papers/ifla76/108-boelt-en.pdf
http://www.ifla.org/files/hq/papers/ifla76/108-finley-en.pdf
Samstag, 17. April 2010
FerienLeseClub-bedingte Pause im Blog
Der FerienLeseClub ist das erfolgreichste Leseförderprojekt in den Sommerferien in Schleswig-Holstein.
Damit er gut läuft, braucht es auch viel Vorbereitung.
Da die Arbeitsstelle Bibliothek und Schule die Koordination für dieses Projekt innehat, wird in dieser Zeit der Blog nicht so reichhaltig bestückt werden.
Weitere Informationen zum FerienLeseClub unter: www.ferienleseclub.de
Damit er gut läuft, braucht es auch viel Vorbereitung.
Da die Arbeitsstelle Bibliothek und Schule die Koordination für dieses Projekt innehat, wird in dieser Zeit der Blog nicht so reichhaltig bestückt werden.
Weitere Informationen zum FerienLeseClub unter: www.ferienleseclub.de
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